22.08.15 LINDEN LICHTER FEST

... es ist mal wieder soweit ...
Drüpplingser ... kommt in Scharen, bringt Freunde mit und feiert mit uns:


http://kulturundnatur.blogspot.com/2015/07/220815-linden-lichter-fest.html

KuN meldet sich zurück ...

... so ... mal wieder sind Wochen ins Land gegangen ohne, dass sich auf dieser Webseite allzu viel getan hat.
Es gibt Zeiten in denen es nicht ganz einfach ist berufliche, private und ehrenamtliche Anforderungen allesamt befriedigend zu erfüllen ... so kommt es auch bei uns hin und wieder dazu, dass unser Projekt KULTUR UND NATUR DRÜPPLINGSEN hinter anderen Dingen zurückstehen muss. Doch wir sind weiterhin aktiv, haben Treffen, kleinere Veranstaltungen, machen Netzwerkarbeit, Pläne und holen langsam Schwung für neue Aufgaben.

Über die letzten Wochen hat unsere Gruppe einen kleinen Neuzugang interessierter Mitbürger erlebt, über den wir uns sehr freuen. Ein Austausch und eine Weiterbildung zu vielen Nachhaltigkeitsthemen erfolgt weiterhin regelmässig und die Diskussion ist lebendiger denn je.

Um allen Menschen, die lange nichts von uns gehört haben oder zum ersten Mal von uns hören einen Eindruck über den Status Quo unseres Projektes nach fast 6 Jahren Projektarbeit zu gewähren zähle ich hier kurz einiges auf, was wir in den vergangenen Jahren realisieren konnte:

- Gründung einer Bürgerenergie GbR zur Produktion eigenen Ökostroms
- Installieren eines frei zugänglichen Marktstandes zum Tausch überschüssigen Gemüses und Obst
- Installation von SonnenstromPanels bei unserem Partnerprojekt in Ghana
- Einrichten eines Kleidertauschstandes
- Einrichten eines Büchertausches
- Start eines Gemeinschafts-Permakulturgartens bei unserem Partner dem Biohof Ostholt
- Gründung einer E-Mobilitätsgruppe zum Gedankenaustausch
- Unsere Reihe "Multi-Kulti-Kochen"
- Offene Trommelgruppe
- Kräutergarten / Sinnespfad
- Reihe "Linden-Lichter-Fest"
- unzählige hochkarätige Vorträge und Infoabende
- Lesungen
- Einrichten einer Bibliothek der Nachhaltigkeit
- DIY Workshops
- Netzwerken mit regional und überregional aktiven Gruppen
- u.v.m.

Als Besuch empfangen haben wir unter anderem in der näheren Vergangenheit:


Julian Gröger als Vertreter von Transition Town Berlin erklärte das Konzept der Initiative und inspirierte die Besucher mit zahlreichen Beispielen aus der Weltweiten Transition Bewegung.
Mehr Infos: http://www.transition-initiativen.de/


Vertreter des Tauschrings Unna ... hier wird geteilt, getauscht, sich regional unterstützt und geholfen.
Der Vortrag war sehr aufschlussreich, niederschwellig und inspirierend:
Mehr infos unter: https://tauschring-unna.de/



... und Rüstungsindustriegegner und Autor Jürgen Grässlin besuchte uns für einen Vortrag zum Thema und erklärte die Zusammenhänge von Flüchtlichströmen und Rüstungsexporten.
Mehr Infos: http://juergengraesslin.com/

Wie man also sieht ... wir waren durchaus nicht untätig und wünschen uns viele weitere spannende Projekte für die Zukunft. Gerne laden wir auch SIE ein sich einzubringen und sich zu beteiligen.
Schreiben sie einfach unter kultur.und.natur@gmx.de.

Wir freuen uns auf Sie

http://kulturundnatur.blogspot.com/2016/01/kun-meldet-sich-zuruck.html

Kann Wirtschaft Flüchtlinge hervorbringen? VORTRAG mit Peter Donatus am 23.02 um 20 Uhr bei KuN


Kriegsflüchtlinge ... ja, die dürfen rein ... natürlich nur wenn sie sich "benehmen"!!!

Das ist der derzeitige Status Quo in Deutschland und anderen Industrienationen.
Diese Menschen können froh sein, dass wir sie überhaupt aufnehmen ... Aber wir können selbstverständlich nicht für alle die Verantwortung übernehmen ... natürlich!

Schlimm, dass die sich da unten alle gegenseitig bekämpfen.
Tatsächlich glauben wohl wirklich viele Manschen im reichen "Westen", dass wir gütig alles tun was in unserer Macht steht und das auch irgendwann mal Schluss sein muss.

Kaum einer redet über die Fluchtursachen, die Wirtschafts- und Klimaflüchtlinge.

Peter Donatus tut dies mit seinem Vortrag:


Das Unwort „Wirtschaftsflüchtlinge!“: Flucht und Migration als Folge westlicher Rohstoffpolitik
- Eine afrikanische Perspektive auf Flucht und Migration -

Der Flüchtlingsexodus reißt nicht ab. 60 Millionen Menschen weltweit sind auf der Flucht. Nach dem Motto „kommt der Prophet nicht zum Berg …“ erlebt Europa einen noch nie dagewesenen Zustrom von Zuflucht-Suchenden. Deutschland und Europa sind aufgrund eines solchen Flüchtlingsstroms in einer existenziellen Krise. „Wenn Europa in der Flüchtlingsfrage versagt, dann ginge ein entscheidender Gründungsimpuls eines geeinten Europas verloren.”, so Bundeskanzlerin Angela Merkel am 9. Sept. 2015 bei einer Bundestagsgeneraldebatte.

Noch nie in der Geschichte der Menschheit war Flucht und Migration so teuer, bürokratisch, qualvoll und lebensgefährlich wie heute. Die meisten Menschen aus der sog. „Dritten Welt!“ haben kaum noch Chancen, legal nach Europa zu reisen. Die Bilanz jahrzehntelanger Abschottungspolitik der EU ist traurig: über 30.000 im Mittelmeer ertrunken in den letzten 20; allein für das letzte Jahr 3.695 Tote.

Warum flüchten so viele Menschen nach Europa? Oft werden Kriege, bewaffnete Konflikte, Menschenrechtsverletzungen, politische Instabilität, Diskriminierung und Armut genannt. Doch es gibt auch die Folgen der Klimaveränderung und des Ökozids - die Zerstörung von Lebensgrundlagen durch rücksichtlose Ausbeutung von Rohstoffen sowie die Subventionspolitik westlicher Industriestaaten. Kritikerinnen fordern daher die Internationale Staatengemeinschaft seit langem auf, den Ökozid als fünftes "Crime against Peace“ anzuerkennen.

In vielen Regionen Afrikas werden beispielweise Ökosysteme systematisch zerstört. Im Namen der Profitmaximierung und der Sicherung und Ausweitung des Wohlstands im Westen. Das Leben in den meisten rohstoffreichen Regionen Afrikas ist unerträglich geworden, so dass viele verzweifelt ihre Heimat verlassen. Diejenigen, die seinetwegen aus ihrer Heimat fliehen, werden jedoch vom Schutz der Genfer Flüchtlingskonvention ausgeklammert. Sie gelten meist als sog. „Wirtschaftsflüchtlinge“. Die Armut im erdölreichen Niger-Delta Nigerias z. B. ist die direkte Folge eines Ökozids. Dort geht die Verwüstung der Umwelt ungehindert fort. Man spricht bereits von einem beispiellosen Ökodesaster. Und, ein Ende ist nicht in Sicht.

Kann eine Politik scheinheiliger sein, die Menschen als „Wirtschaftsflüchtlinge“ klassifiziert ohne die verantwortlichen „Wirtschaftskriminellen“ zu benennen und strafrechtlich zu verfolgen? Und die Frage drängt sich auf: Wer sind eigentlich die Wirtschaftskriminellen, die die Lebensgrundlagen von Menschen in Afrika vernichten und diese zur Flucht zwingen? Die Wirtschaft?! Die Wirtschaft aber sind letztlich wir alle.

Mit beeindruckenden, aber auch bedrückenden Bildern verdeutlicht Peter Donatus die wahren Gründe für die Massenflucht insbesondere junger Menschen aus dem Niger-Delta in die nigerianischen Großstädte oder gleich ins Ausland. Der 49-jährige ist freier Journalist, Projekt- / Eventmanager und Menschenrechtsaktivist und als Umweltaktivist und langjähriger Kritiker des Shell-Konzerns kämpft er seit mehr als drei Jahrzehnte gegen die Umweltverwüstung und somit die Vernichtung von Lebensgrundlagen im Nigerdelta von Nigeria durch Ölmultis. Peter Donatus, selbst einst aus der Region geflüchtet, wirft den Ölmultis in Nigeria Ökozid und Rassismus vor.

„Der Klimawandel und der Ökozid sind für mich die größten und wichtigsten Fluchtursachen weltweit. Es ist unzutreffend, hier von „Wirtschaftsflüchtlingen“ zu sprechen. Der Begriff an sich ist ein Unwort. Ein Ablenkungsmanöver, das dazu dient, die betroffenen Opfer zu diffamieren und die Folgen der wirtschaftskriminellen Aktivitäten westlicher Konzerne zu vertuschen“, so Peter Donatus.

Peter Donatus ist vor 26 Jahren nach mehrmonatiger Incommunicado-Haft aus Nigeria geflüchtet. Seither lebt er in Deutschland. Seine anderen Arbeitsschwerpunkte sind: Migration und Flüchtlingspolitik, u. a.

http://kulturundnatur.blogspot.com/2016/02/kann-wirtschaft-fluchtlinge.html

MAI 2016: Der Kapitalismus steht nun vor Gericht ... Ist er ein Verbrechen???



Unsere Wälder werden abgeholzt, die Meere leergefischt, Menschen ausgebeutet, Arten vernichtet, Gifte gelangen in Böden, Gewässer, in Tierfutter, Trinkwasser und Nahrung, Medien stehen in der Kritik ihre Neutralität zu verlieren, Politiker beschuldigt mehr dem Kapital als dem Gemeinwohl zu dienen, Konzernen wird vorgeworfen selbst Politik zu bestimmen, Menschen in anderen Ländern verhungern, Kriege und Konflikte entstehen überall auf der Erde, Armut bestimmt das Leben von unzähligen Kindern und Jugendlichen, Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht, Atommüll lagert in unsicheren Stätten, Klimagase beschleunigen täglich den Klimawandel ...

Dies könnte man sagen ist irgendwie die Welt in der wir leben. Aber was ist es was unsere Welt dazu gemacht hat was sie heute ist. Ist vielleicht der Kapitalismus an all diesen Entwicklungen schuld?

Ab Anfang Mai steht er in Wien vor Gericht. Hunderte Anklagen werden verhandelt.
Dies könnte die Zentrale Frage des 21. Jahrhunderts sein. Fragen auch Sie! Verfolgen Sie den Verlauf der Verhandlung! Oder klagen Sie auch selbst noch an!

www.capitalismustribunal.org/de



http://kulturundnatur.blogspot.com/2016/02/mai-2016-der-kapitalismus-steht-nun-vor.html

schnee...

alles weiss und leise
und kein weihnachten mehr *ggg*!

den tiefkühler haben wir nun draussen und meiner ist fast leer als vorbereitung für den neuen standplatz.

nur bitte jetzt kein glatteis, alles andere ist zu händeln.

gestern noch überall begeisterung, kinder mit schlitten unterwegs, vorsichtige autofahrer und in den nachrichten wieder probleme bei der eisenbahn.


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stilleben mit strandkorb, margariten und schneemann -
die ersten flocken hab ich noch mit freuden begrüsst!

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dann gab es beschäftigung mit farbe (nie wieder rauhfaser streichen).

nachtrag:
streifen *können*
sehr gut aussehen!
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http://klabauterfrauchen.blogspot.com/2016/01/schnee.html

Phalaenopsis und Dendrobium

Jetzt im Winter bin ich besonders froh, über meine vielen Orchideen, denn auch zu dieser Jahreszeit blühen sie zuverlässig. Viele von ihnen habe ich mir abgeblüht gekauft und deshalb waren die Farben oft eine Überraschung, so wie bei dieser rosa Phalaenopsis.


Die gelb-rosa Gestreifte blüht schon seit einigen Monaten und hat immer noch Knospen dran.

Diese hier ist mein absoluter Favorit. Als ich sie gekauft habe, hat sie ganze acht Monate durchgeblüht. Keine andere blüht so lange bei mir. Auch jetzt blüht sie schon seit September durch und es sieht nicht so aus, als würde sich das sehr bald ändern.



Meine Dendrobium-Hybriden sind ebenfalls sehr blühwillig und pflegeleicht. Diese hier blüht sehr oft und ebenfalls immer mehrere Monate lang.

Durch das Blitzlicht ist die Farbe verfläscht, aber es ist noch immer dieselbe Pflanze.


Diese hier ist dunkelviolett.

Zum Schluß möchte ich euch noch meine ersten Ostereier-Collagen zeigen. Inspiriert durch Birgit's Herzchen-Swap habe ich diese Vintage-Ostereier hergestellt.


http://mayodans.blogspot.com/2008/01/phalaenopsis-und-dendrobium.html

Gartentag und Aktionstag am Samstag, den 7.5.

Am Samstag, den 7.5., sind wir ab 14.00 Uhr im Garten 

Aktion Reinigen des KEBAPmobils
bitte gerne Schrubber mitbringen!
http://kulturenergiebunker.blogspot.com/2016/05/gartentag-und-aktionstag-am-samstag-den.html

Willkommen im Februar


Der erste Monat des Jahres ist bereits vorbei und wir nähern uns in Riesenschritten dem Frühling. Zum Glück ist der Februar ein kurzer Monat und hat erst einmal der März begonnen, dann ist der schlimmste Winter vorbei.

Im Garten tut sich jetzt auch schon einiges. Jeden Tag kann man neue Triebe entdecken.
Das Primelchen ist noch vom Vorjahr und hat anscheinend viel Nachwuchs produziert. Darüber freue ich mich sehr!

Jetzt beginnt wieder das Rätselraten, was ich im Herbst hier wohl vergraben habe. Es könnten vielleicht Iris sein.

Das Kaukasusvergißmeinnicht will anscheinend demnächst blühen. Das daneben müßten helle Osterglocken sein.

Die Hyazinthen bahnen sich ihren Weg durch die Marienglockenblumen.

Krokusse in gelb-braun gestreift (glaube ich zumindest).

Die Löwenmäulchen sehen noch schön grün und frisch aus. Vom Winter sind sie total unbeeindruckt.

Heute war ein wunderbar sonniger Tag.

Den Eschenahorn und die Clematis tangutica am Zaun habe ich schon zurückgeschnitten.

Den Rosmarin habe ich draußen ohne Schutz überwintert. Und er sieht viel besser aus, als meine Oleander im Winterquartier. Denn dort habe ich leider wieder ziemlich großen Schildlaus- und Spinnmilbenbefall.

Die Hornveilchen haben sich vom Frost auch wieder gut erholt.

Meine Herbstschale sieht jetzt auch wieder ganz schön aus. Nur das Alpenveilchen mußte ich entfernen, das war nicht winterhart.

Besonders erstaunt hat mich dieses Stiefmütterchen, das ebenfalls den ganzen Winter draußen stand. Jetzt blüht es wieder herrlich!

Die Callunas werde ich auch bald gegen etwas frühlingshaftes eintauschen. Ein Primelchen steht ja bereits im Regal.


Diese beiden sind mir heute beim Einkaufen über den Weg gelaufen. Bereits ein kleiner Vorgeschmack auf Ostern.

Hier wird auch bald wieder eine Pflanze einziehen!

http://mayodans.blogspot.com/2008/02/willkommen-im-februar.html

BROT backen am Samstag, den 14.05.

ab 14.00 Uhr 

werden wir wieder Brot backen, ein letztes Mal mit mitgebrachten Teigen, da die Wettervorhersage mäßig ist und noch einwenig Zeit bleiben soll sich an der großen Demo zu beteiligen.
http://kulturenergiebunker.blogspot.com/2016/05/brot-backen-am-samstag-den-1405.html

Zeitreisen in fremde Leben - Dachbodenfunde Teil 1

Neulich hatte ich, an einem nieseligen Tag, ein wenig Zeit allein im Haus und habe mich an etwas gemacht, das ich schon lange tun wollte: den Dachboden durchwühlen.
Leider haben die Verkäufer nach dem Tod der ehemaligen Besitzerin das Haus "professionell" räumen lassen, und so gibt es in unserem Spitzboden keine alten Möbel oder größere Schätze zu finden. Zwischen Staub, Federn und Marderkot findet sich aber doch das ein oder andere Kleinod (im ideellen Sinne).
Natürlich gab es nichts von tatsächlichem Wert zu entdecken, aber viele Charmante Kleinigkeiten. Winzige Fenster in ein fremdes "Damals" und leise Echos großer Gefühle.

Perfekte Ausrüstung für staubige dunkle Spitzböden: Stirnlampe, Mundschutz, Handschuhe (und warme Sachen helfen auch).

 Die erste süße Entdeckung hätte mir eigentlich schon längst auffallen sollen:
Unser kleines Giebelfenster wurde mit einem alten hölzernen (Spiegel-?) Rahmen verziert.

Die zweite Erkenntnis: Unser Marder scheint doch noch bei uns zu wohnen. Wir haben den kleinen Kerl noch nie zu Gesicht bekommen und dachten er wäre bereits ausgezogen. Scheinbar war das allerdings ein Irrtum.
Der erste Hinweis war ein rohes Ei, das ich vor einer Woche im Spitzboden entdeckt hatte. Damals dachte ich allerdings noch es sei ein antikes Überbleibsel.
Am Ende des Tages hatte ich vergessen, es mit hinunter zu nehmen, bei meinem jetzigen Besuch war es dennoch weg. Der zweite Hinweis war weniger dezent und vermutlich unerfreulich für einen unserer Nachbarn...

Flauschige Hühnerreste
Kein Wunder, dass so viel Poop überall liegt. Wer viel frit...

Momentan habe nichts gegen einen Marder im Haus. Er könnte sich nützlich machen und die Mäuschen in Schach halten (gegen die ich eigentlich auch nichts habe, solange sie keine Löcher in meinen Fußboden knabbern). Außerdem passt das doch recht gut zu der Eule, die unseren Heuboden bewohnt.
Bei unserem letzten, gescheiterten Versuch das Loch zu Stopfen, hat sich nach einer ganzen Weile plötzlich ein mächtiges, spindelförmiges Piepmätzchen aufgeschwungen und ist durch die Luke verschwunden. Ich konnte es nicht genau erkennen, aber die Tatsachen, dass es ein sehr großer, heller, einzelgängerischer, stiller Vogel war deutet auf eine (Schleier-)Eule hin. Genug Gewölle gibt es auch. Ich glaube das ist ein gutes Omen und ein Zeichen, dass der Heuboden irgendwann mal zur Bibliothek werden sollte ;)

Menagerie beiseite. Ich habe also die Bergungsarbeiten begonnen und auf einmal waren meine 2 Stunden auch schon um. Gefunden (und als bewahrenswert erachtet) habe ich bis jetzt folgendes:

Gesammelter Schruz der letzten 50 Jahre
Ich muss dazu sagen: meine Suche war noch nicht sonderlich gründlich.
Wir haben im Spitzboden geologisch gesehen zu Oberst eine Deckschicht aus alter Pappe und Linoleumresten, darunter folgt eine Kleinod-führende Schicht Staub/Dreck mit einer Mächtigkeit von etwa 5 cm, darunter kommen dann herausnehmbare schmale Bretter, die wie ein Lattenrost zwischen den Deckenbalken fungieren und zu Unterst natürlich wieder eine Schicht Staub und Dreck, in der sich ebenfalls kleine Dinge finden ließen. Letzte Schicht wurde in den aktuellen Untersuchungen nicht berücksichtigt und bedarf weiterer Untersuchungen im Fortgang des Projekts.  

Vermutlich war der Dachboden der bevorzugte Rückzugsort der 9 Kinder. Das Sammelsurium der Dinge lässt den Vergleich mit Elstern aufkommen, denn ein Muster der Auswahlkriterien lässt sich nicht erkennen.
Ich werde immer mal wieder Teile der Funde vorstellen, dann werdet ihr sehen was ich meine.
Beginnen wir heute mit drei meiner Lieblingsstücke...

1: Dieses 40 Jahre alte, herzzerreißende Zeugnis einer schwierigen Liebesgeschichte mit ungewissem Ausgang:
"Bei dir hakt's wohl aus..."

"Ich hoffe du fasst diesen Brief nicht falsch auf..."

Hach junge Liebe. In der Ignoranz meiner Generation, war mir nicht bewusst, dass diese blöden Abkürzungen schon früher existiert haben. Gut. Eine Sache weniger, die die Kinder der Neunziger verbockt haben.

2: Desweiteren gab es 4 zauberhafte Bestandteile eines Famos Märchenstempelsets (Nummer 563 um genau zu sein).

Froschkönig, Dornröschen, Sterntaler und Rotkäppchen
In Gänze hätte das Set wohl so ausgesehen:
Quelle: http://i.ebayimg.com/t/DDR-FAMOS-Maerchen-Stempel-Nr-563-Spiel-Ostalgie-Kult-Stempelspiel-/00/s/MTYwMFgxMjAw/z/meEAAOSwFnFWAUg1/$ _57.JPG

Zu guter letzt 3: Eine wundervolle alte Türklinke, die ich hoffentlich wieder ein wenig aufpolieren kann. Mit ganz viel Glück finden wir den passenden Beschlag auch noch irgendwo.

Vermutlich das älteste Fundstück. Bestimmt sogar älter als das Haus.

Soweit zum ersten Teil unserer neuen Rubrik.
Übringens werden wir die persönlichen Sachen natürlich an die Verkäufer weitergeben. Vielleicht triggert es ja die eine oder andere gute Erinnerung oder sorgt zumindest für ein Schmunzeln.

Goldgräbergrüße,

eure Wühlratte

http://bauernhaussanieren.blogspot.com/2015/12/zeitreisen-in-fremde-leben.html

Herbst- oder Frühjahrspflanzung von Stauden

Im November letzten Jahres habe ich über das Für und Wider der Herbst- bzw. Frühjahrsplanzung von Stauden geschrieben (http://wildstauden.blogspot.de/2015/11/november-kein-ende-des-gartenjahres.html). Im Internet wird es konträr diskutiert, und böse Zungen behaupten, die Staudengärtner plädieren für den Herbst, denn sie wollen ja auch im Herbst was verkaufen!? Zitat: "Die beste Pflanzzeit ist nach wie vor der Herbst, von September bis November: Dann ist das oberirdische Wachstum der Stauden abgeschlossen, während im warmen Boden die Wurzeln noch wachsen." Das ist z. B. eine oft verbreitete Meinung.
Jedenfalls habe ich im letzten Herbst mal wieder Stauden im 9x9-Pöttchen gekauft, obwohl ich in der Vergangenheit eigentlich schlechte Erfahrungen gemacht hatte.
Oben steht: "...während im warmen Boden die Wurzeln noch wachsen". Schön und gut, aber was passiert im Winter???
Der letzte Winter brachte eine Woche Barfrost von -12°C und anschließend Schneeregen, der wegen des Frostes nicht versickern konnte und einen Eispanzer über das Beet legte.


 Das Ergebnis sehen Sie im zweiten Bild. Der im Herbst vorhandene Wurzelballen ist nicht weiter gewachsen, sondern vergammelt!! Der Austrieb ist demzufolge sehr dürftig.



Oben vier im Frühjahr gekaufte Aster macrophyllus, unten zwei Pflanzen vom Herbst.

Das Gesagte trifft nicht auf das Umsetzen von Stauden zu. Teilstücke aus dem eigenen Garten wachsen auch im Herbst sehr gut an und überstehen den Winter recht gut.
http://wildstauden.blogspot.com/2016/04/herbst-oder-fruhjahrspflanzung-von.html